Bilora Photo Geotagger

Der Bilora Photo Geotagger ist ein GPS-Empfänger mittels dessen die Koordinaten von Aufnahmeorten gespeichert werden kann.

Das Gerät wird auf den Blitzschuh der Kamera montiert. Für meine Canon benötige ich allerdings einen Adapter damit der Geotagger auf den Blitzschuh passt. Die Stromversorgung erfolgt nicht über die Kamera. Der Geotagger muss extra geladen werden. Mit einer Akku-Ladung bin ich mehrere Tage ausgekommen, d.h. es ist kein Problem gewesen, wenn es mal einen Tag keinen Strom zum Laden gegeben hat.

Bei Montage auf den Blitzschuh speichert der Geotagger die aktuellen GPS-Rohdaten automatisch bei Betätigung des Kameraauslösers. Das Speichern der Daten kann auch manuell über einen Knopf am Geotagger ausgelöst werden. Auf diese Weise können auch Koordinaten von Punkten gespeichert werden an denen kein Foto aufnimmt. Laut Hersteller können im Gerät die Daten von rund 2.000 Koordinaten gespeichert werden. Die Ermittlung der GPS-Daten ist relativ zuverlässig. Um auf Nummer sicher zu gehen habe ich den Speicherknopf an einem Ort in kurzem Abstand zwei, drei Mal gedrückt. Dennoch fehlte hinterher der eine oder andere Speicherpunkt. Bei der Summe der Speicherpunkte war die Fehlerquote aber akzeptabel. Dies sollte man bei der Nutzung des Geotaggers im Hinterkopf haben.

Der Bilora Photo Geotagger speichert nur die GPS-Rohdaten. Die Auswertung erfolgt nachträglich am PC mittels der mitgelieferten Software. Für die Auswertung ist eine Internetverbindung zwingend erforderlich. Dies ist meiner Meinung nach das größte Manko. Mittels der Software können die Rohdaten auch auf dem PC gespeichert werden und somit der limitierte Datenspeicher des Geotraggers wieder (ohne Datenverlust) geleert werden. Die Zuordnung der Koordinaten zum Foto erfolgt ebenfalls nachträglich über die Software. Hier erspart man sich viel Arbeit, wenn in der Kamera bei Aufnahme die korrekte Ortszeit eingestellt war. Nur dann funktioniert die automatische Zuordnung der Koordinaten zum Foto zuverlässig. Der Export der Koordinaten z.B. in eine (Excel-)Liste gestaltet sich recht umständlich.

Die Genauigkeit der ermittelten Koordinaten ist ziemlich überzeugend. Dies habe ich vor der Reise in Deutschland getestet. Dazu habe ich den Geotagger an einigen Straßenecken in Köln ausgelöst. Die vom Geotagger gelieferten Koordinaten habe ich dann bei Google Maps anzeigen lassen – mit sehr überzeugendem Ergebnis. Auch bei den Bildern aus Quito lässt sich die Übereinstimmung zwischen den gespeicherten Koordinaten und dem im Stadtplan markierten Aufnahmeort nachträglich noch leicht prüfen. Auch hier überzeugt das Resultat.

Die Halterung für den Blitzschuh ist etwas fragil. Nach ein paar Mal aus der Tasche rein und rausräumen hat die Halterung den Geist aufgegeben – Schrauben lösten sich. Dies war insofern egal, da ich recht bald zur rein manuellen Auslösung – zwei, drei Mal hintereinander – übergegangen bin. Macht man an einem Ort etliche Aufnahmen um hinterher die Beste auszuwählen, so benötigt man sicher nicht für alle Fotos einen eigenen Koordinaten-Datensatz. Zudem müllt man den limitierten Datenspeicher des Geotraggers nicht unnötig zu.

Pro:
  • Datengenauigkeit
  • genaue Positionsbestimmung auch an abgelegenen Orten
  • lange Akku-Laufzeit
  • auch ohne Kamera nutzbar
Contra:
  • Auswertung benötigt Internetverbindung und …
  • … der Server muss erreichbar sein.
  • unintuitive Software
  • umständlicher Datenexport

Fazit: eine nützliche Spielerei


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